„Tollkühne“ Männer und eine Frau in Ihren „rasenden“ Seifenkisten

Im Technik und Naturwissenschaften-Kurs der Klasse 10 g bauten 14 Schüler und eine Schülerin unter Anleitung von Herrn Roß Seifenkisten. Zur Bedingung wurde gestellt, dass diese „Rennautos“ ohne Motor aus Materialien bestehen müssen, die nach Möglichkeit nichts kosten dürfen. Fertige Bauteile von Fahrzeugen waren nicht erlaubt, bzw. es durften nur Einzelkomponenten, zum Beispiel Fahrradbremsen oder Fahrradanhängerräder verbaut werden. Außerdem musste eine Lenkung für das Fahren von Kurven und eine Bremse eingebaut werde. So machten sich die Schüler von März bis Mitte Mai an die Arbeit, tolle Seifenkisten zu bauen, die zum Teil weit über 30 Meter gefahren sind.

Die Weite wurde durch das „Abrollenlassen“ ohne Anstoßen an der Hoframpe ermittelt. Vom Fuß der Rampe aus wurde ein Maßband geradeaus in Richtung Flur beim Naturwissenschaftentrakt verlegt. Die „Kisten“ rollten dabei bis in Richtung Feuertreppe am Neubau.

Hier die Rangliste der erreichten Weiten:

  1. Leonard Rieger, Max Mosler, Jonas Wanner (10 g) und Erwin Nikolaus (10 f) mit 42,40 m.
  2. Samuel Plett, Marcel Roscher, Tim Josek und Ruvim Urbanik mit 32,60 m.
  3. Merle Voll, Roman Penner, Nico Hofmann und Marc Lander mit 18,40 m.
  4. Lukas Otte, Lean Henriques-Fürst, Fabian Karch (10 g) und Paul Hannappel (10 f) mit 16,30 m.

Die nächste Disziplin, die bewertet wurde, war das „Fahren“ um die Kurve. Am Fuß der Rampe mussten die „Rennfahrer“ direkt dem auf dem Schulhofboden eingezeichneten „Straßenweg“ folgen und um die Kurve fahren. Dabei musste innerhalb der Fahrbahn gefahren und gelenkt werden, was sich als nicht so einfach darstellte. Trotzdem wurde diese Prüfung von allen Teilnehmern sehr gut gemeistert.

Abschließend wurden der Bremsweg und damit die Funktionalität der selbstgebauten Bremsen ermittelt. Innerhalb einer eingezeichneten Strecke von zwei Metern mussten die Seifenkisten kurz nach Beginn der Fahrstrecke zum Stillstand kommen. Die überwiegend aus Holz zusammengebaute Seifenkiste von Leonard Rieger, Max Mosler, Jonas Wanner und Erwin Nikolaus, sowie der „Palettenrenner“ von Merle Voll, Roman Penner, Nico Hofmann und Marc Lander meisterten diese Prüfung sehr zuverlässig, während die anderen Gruppen die Markierungen teilweise oder ganz überschritten.

Die Arbeit an den Seifenkisten bereitete den Schülern und dem Lehrer viel Freude und brachte einen abwechslungsreichen und kreativen Schulalltag. Von der ersten Idee, über das Erstellen eines Planes bis hin zum Bau der Seifenkisten waren die Schüler und die Schülerin hochmotiviert bei der Arbeit und lieferten hervorragende Arbeiten ab, die als praktische Klassenarbeit bewertet wurde. Daneben musste von den „Konstrukteuren“ ein Projekttagebuch erstellt werden, in dem die genaue Konstruktion mittels Bauplänen, Skizzen und Fotos beschrieben werden. Diese theoretische Arbeit wurde als zweite Klassenarbeit im Wahlpflichtfach TuN bewertet und lieferte auch hier gute Ergebnisse.

Fazit: Begeisterte Schüler und begeisterte Lehrer (auch die Kollegen, die nicht am Bau beteiligt waren) führen zu der Erkenntnis, dass auch zukünftig Projekte dieser Art in der Klassenstufe 10 durchgeführt werden. (RSS)

Ruvim, Marcel, Tim, Samuel

Nico, Marc, Roman, Merle

Leonard

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