Unsere kooperative Realschule plus führt in abschlussbezogenen Klassen entweder zur Berufsreife (nach Klasse 9) oder zum Qualifizierten Sekundar-1-Abschluss (nach Klasse 10). Die Fachoberschule (FOS) – mit den Klassen 11 und 12 und dem Abschluss der allgemeinen Fachhochschulreife – können Schülerinnen und Schüler besuchen, die vorher entsprechende Leistungen erbracht haben.

Eine Sozialpädagogin des Kinder- und Jugendbüros Frankenthal unterstützt die pädagogische Arbeit in allen Klassenstufen. Schülerinnen und Schüler, aber auch Eltern können so direkt bei schulischen Problemen einen neutralen Gesprächspartner um Rat aufsuchen. Auch die Lehrkräfte werden von der Schulsozialarbeiterin, Frau Bolze, beraten und unterstützt.

Alle Lehrkräfte bieten Sprechstunden an, um mit Eltern ohne zeitlichen Verzug Gespräche führen zu können. Die Anmeldung erfolgt telefonisch über das Sekretariat. Einmal im Jahr – nach den Halbjahreszeugnissen – findet ein Elternsprechabend statt.

Jeder Schüler und jede Schülerin besitzt ein schuleigenes Hausaufgabenheft. Hier sind die wichtigsten Termine, Daten, Verordnungen vermerkt. Ein gewissenhaftes Führen dieses Heftes erleichtert die tägliche (Nach-)Arbeit zu Hause und bietet den Eltern gezielte Informationen

In der Orientierungsstufe (Klassen 5 und 6) werden die Schülerinnen und Schüler in „Profilklassen“ unterrichtet. Musikklasse, oder Sportklasse, aber auch Naturwissenschaften und Kunst sind mögliche besondere Schwerpunkte. Die neuen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern werden mit einer Feier am ersten Schultag begrüßt. In der Sporthalle empfängt unser Schulleitung die neuen 5. Klassen mit ihren Eltern.

In der ersten und zweiten Schulwoche werden die neuen Realschülerinnen und Realschüler von ihrer Klassenleiterin bzw. ihrem Klassenleiter betreut und mit der neuen Lernsituation vertraut gemacht, wobei Paten aus den 10. Klassen mithelfen. Jeder Schüler erhält zusätzlich ein Begrüßungsheft, in dem er wesentliche Informationen findet. Die theoretische und praktische Verkehrserziehung, die mit einem Fahrradturnier abgeschlossen wird, gehört ebenso zum Startprogramm wie ein „Bustraining“ für die Fahrschüler.

Alle werden – wie in unserem Qualitätsprogramm verankert – gezielt mit Lern- und Arbeitstechniken vertraut gemacht, die auch in den Unterricht integriert werden. In der wöchentlichen Klassenleiterstunde liegt der Schwerpunkt auf einer Förderung des Sozialverhaltens und dem Einüben der Regeln. Auch ein weiteres methodisches Training wird hier durchgeführt. Die Klassengemeinschaft ist ein wichtiger Baustein.

Auch hier ist eine wöchentliche Klassenleiter stunde fest im Stundenplan verankert. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Informationen über die Unterrichtsinhalte der Wahlpflichtfächer und können im Wahlpflicht-unterricht „schnuppern“.

HuS (Hauswirtschaft und Soziales), TuN (Technik und Natur), WuV (Wirtschaft und Verwaltung) sind die Wahlpflichtfachangebote. Schüler/innen können aber auch Französisch als zweite Fremdsprache bereits ab Klasse 6 erlernen. Damit ist für den ein oder anderen ein Übertritt in Klasse 7 an ein Gymnasium möglich, wenn auch die übrigen Leistungen und das Notenbild stimmen.

Informationstechnische Grundbildung (ITG) wird ebenfalls in dieser Klassenstufe als „Pflichtprogramm“ geboten, damit alle fit am PC werden und den Computer für ihre Hausaufgaben und Vorbereitungen nutzen können. So manch einer kann dann bereits einen „PowerPoint-Vortrag“ demonstrieren.

Alle 6. Klassen erhalten parallel zu den Sportstunden Schwimmunterricht, der im Frankenthaler Hallenbad stattfindet.

Unsere Stundentafel bietet auch in dieser Klassenstufe eine wöchentliche Klassenleiterstunde, um den Schülerinnen und Schülern die Sozialisation in der oft neu zusammengesetzten Klasse zu erleichtern und etwaige Probleme in Ruhe angehen zu können. Gemäß den Bestimmungen der Realschule plus werden die Schüler in „Klassen zur Berufsreife“ (zur Zeit zwei) oder in „Klassen zum qualifizierten Sekundar-1-Abschluss“ / zur „Mittleren Reife“ (zur Zeit fünf) geführt. Am Ende des Schuljahres – oder in besonderen Fällen zum Halbjahr – kann auch ein „Profilwechsel“ erfolgen.

Die „Berufsreifeklassen“ haben ab dem zweiten Halbjahr einen „Praxistag“, der dann ganzjährig einen engen Kontakt zur Arbeitswelt herstellt. So erfolgt eine Ausweitung des praktischen Arbeitens in Verbindung mit berufsorientierenden Erfahrungen. Die schuleigenen Wahlpflichtfächer (Technisches Zeichnen, Musik, Werken, …) werden in beiden Profilstufen angeboten, Französisch nur im Bildungsgang zum Sek-1-Abschluss.

Berufsvorbereitung und Berufsfindung stehen aber nicht nur in den „Berufsreifeklassen“ auf dem Stundenplan. Ein verpflichtendes 14-tägiges Betriebspraktikum, das am Ende der Klassenstufe 8 von allen übrigen Schülern erwartet wird und (meist) sehr motiviert durchgeführt wird, dient der ersten Orientierung.

 

Für alle neunten Klassen, die zur „Mittleren Reife“ geführt werden, findet seit nahezu 30 Jahren ein neuntägiger Aufenthalt in London statt. Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung dieses Aufenthaltes vermehren die sprachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen der Schüler und sind Bestandteil unseres Qualitätsprogramms.

Um die Berufsfindung und -entscheidung zu erleichtern, unternehmen die Schülerinnen und Schüler (oft) im Klassenverband Betriebserkundungen (z. B. BASF, Renolit, Roche) und Besuche beim Berufsinformationszentrum (BIZ). Informationsveranstaltungen in der Schule durch das Arbeitsamt sowie die ständige Betreuung durch eine erfahrene Lehrkraft stehen als weitere Hilfen zur Verfügung. Auch feste Präsenztage des direkten Ansprechpartners der Bundesagentur für Arbeit helfen mit, dass möglichst jeder Schüler eine fundierte, gesicherte und zufriedenstellende Berufswahl trifft.

Weitere Betriebspraktika sind möglich. Seit vielen Jahren führt die Schule mit großem Erfolg für Schüler/Eltern/Azubis und Firmenvertreter einen „Expertenabend“ durch, der diese Gruppen zusammenführt.

Die „Berufsreife-Klassen“ haben im ersten Halbjahr die Fortführung des „Praxitages“. Nicht wenige Schülerinnen und Schüler werden vielleicht sogar einen Lehrvertrag in diesem Betrieb angeboten bekommen.

Zum Halbjahr werden die Qualifikationsvermerke (Gymnasium und/oder Fachoberschule) ausgesprochen. Viele künftige Absolventinnen und Absolventen der Schiller-Realschule plus setzen ihre schulische Ausbildung fort und streben Abitur, Fachabitur oder Fachoberschulreife an. Mehr als 30% jedes Jahrgangs schaffen durchschnittlich dieses Ziel. Schülerinnen und Schülern, die auf eine weiterführende Schule gehen, wird im zweiten Halbjahr in Form von Arbeitsgemeinschaften eine gezielte Vorbereitung (in Deutsch, Mathematik und Englisch) angeboten. So sind sie bestens vorbereitet und schaffen „in der Regel problemlos“ den Anschluss.

Jede Klasse unternimmt eine mehrtägige Abschlussfahrt. Ziele in der Vergangenheit waren Berlin, Hamburg, Holland, Italien, Gardasee, Côte d’Azur … Das erfolgreiche Beenden der Realschule wird mit einer festlichen Abendveranstaltung gefeiert, bei der die zehnten Klassen aktiv mitwirken. Einige Tage vorher findet traditionell eine „Hofparty“ statt, die von den bald „Ehemaligen“ für die Jüngeren gestaltet wird.

Seit dem Schuljahr 2014/15 besteht die Möglichkeit, die Schulzeit an der „Schiller“ um zwei Jahre zu verlängern und die allgemeine Fachhochschulreife zu erwerben.