Physik ist abstrakt, alltagsfern, langweilig, kompliziert, theoretisch, komplex, unverständlich und vor allem: nichts davon. Es gibt viele Vorurteile über das Fach Physik und viele davon stimmen nicht. Physik ist logisch aufgebaut und kann von jedem erlernt werden. Wie für alle anderen Disziplinien gilt jedoch: es fällt kein Physiker vom Himmel und ein gewisses Maß an Fleiß muss vorhanden sein. Niemand würde erwarten, sich nach ein paar Übungseinheiten mit den weltbesten Tennisspielern messen zu können. Physik braucht deshalb, wie viele Sportarten auch: Übung, Übung, Übung.

Physik wird oft als die Grundlage der Naturwissenschaften angepriesen und tatsächlich gilt: alles passiert aus einem Grund – und dieser Grund ist meistens Physik. Die Physik versucht alles zu erklären: von der Entstehung des Universums und den Gesetzen des Kosmos bis hin zu den subatomaren Teilchen und quantenmechanischen Vorgängen. Unsere Welt ist viel zu komplex, um einfach beschrieben zu werden und doch schafft es die Physik oftmals elegante und anschauliche Erklärungen für haarsträubende Probleme zu bieten.

Physik beschreibt, wie die Sonne täglich den Planzen der Erde Energie liefert, die das Leben erst ermöglicht. Physik steckt aber auch in jeder chemischen Bindung und in jedem Molekül. Physik liefert Theorien und Methoden, die zur Erforschung unserer Welt nötig sind: ohne sie wären die anderen Naturwissenschaften nur schwer realisierbar.

Die klassische Physik unterteilt man in die Bereiche:

Eine physikalische Grundbildung wird für das Leben immer wichtiger. Noch vor einem Jahrhundert war die naturwissenschaftliche Bildung wenigen priviligierten vorbehalten. Die Moderne Welt aber steckt voller Prozesse, Maschinen und Technologien mit denen die Menschen umgehen müssen. Der Physikunterricht schafft die Grundlagen für das Verständnis dieser Welt und ist deshalb von großer Bedeutung für unsere Gesellschaft.

Um dieses Ziel zu erreichen werden alle klassischen Bereiche der Physik im Unterricht der „Schiller“ behandelt. Schüler lernen, wie sich der Schall ausbreitet und warum die Explosion des Todessterns in „Star Wars“ in Realität weit unspektakulärer verlaufen wäre. Sie zeichnen Schaltpläne und bauen einfache elektrische Schaltungen. Sie berechnen, wie eine Rakete von der Erde startet oder ein Satellit im Orbit fliegt und verstehen wie ein Atomkraftwerk funktioniert.

Unser Ziel ist es den Schülern eine solide Grundlage zu bieten, auf der sie in der Berufsausbildung oder im weiteren Bildungsweg neues Wissen aufbauen können. An der „Schiller“ lernen die Schülerinnen und Schüler, vernünftige Entscheidungen in unserer hochtechnisierten Welt zu treffen.

Wir unterstützen Verständnisprozess der Schülerinnen und Schüler durch sorgfältig ausgewählte, aber nicht beliebige Experimente. Die Schüler sollen aus Beobachtungen lernen, wie die Welt funktioniert. Aber natürlich soll die Physik auch die Grundlagen für naturwissenschaftliches Arbeiten lehren. Deshalb führen wir im Unterricht mehrfach Schülerexperimente durch, die Protokolliert und ausgewertet werden. Dabei erhalten sie anfangs noch genaue und strenge Vorgaben, entwickeln im Laufe des Unterrichts aber zunehmend eigene Lösungsansätze und experimentieren selbstständig. Natürlich soll dabei auch der Spaß nicht zu kurz kommen, denn selbst Hand anzulegen ist oftmals interessanter, als nur zuzuhören.

Für die Experimente steht uns eine große und gepflegte Sammlung zur Verfügung, die jährlich erweitert wird.

Am wichtigsten ist jedoch die Erkenntnis, dass Physik kein langweiliges, kompliziertes und anstrengendes Fach ist, sondern eine spannende und anspruchsvolle Reise durch die Grundprinzipien unserer Welt.